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Anträge zur Kreistagssitzung am 07. Dezember 2020 Kreishaushalt 2021

Sehr geehrter Herr Landrat Piepenburg,

hiermit stellen wir folgende Anträge zum Kreishaushalt. Der Kreistag möge beschließen:

1. Klimaschutz:

1.1 1000 x 1000 – Dächer Solar-Förder-Programm

Der Kreis Düren hat 2019 ein Solar-Förderprogramm gestartet und unterstütze mit je 1000.- Euro die Installation von Photovoltaikanlagen für zunächst 1000 Dächer (Mindestanlagengröße: 4 kWp Leistung). Für viele Bauwillige war das Programm Auslöser, um endlich zur Tat zu schreiten.

„Wir geben den Anstoß, dass die Menschen in Klimaschutz investieren, was der Umwelt und der heimischen Wirtschaft zu gut kommt,“ so Landrat Wolfgang Spelthahn.

Das Programm war 2019 schnell ausgeschöpft. Es wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 16 Millionen Euro ausgelöst, ein Großteil davon sei an hiesige Unternehmen gegangen.

Aufgrund des Erfolges wurde das Programm für 2020 und 2021 noch mal aufgelegt. (https://www.kreis-dueren.de/kreishaus/amt/61/Photovoltaik.php  bzw. https://www.kreis-dueren.de/klimaschutzprogramm )

Wir beantragen ein entsprechendes Programm für den Landkreis Heilbronn.

 

1.2 Erstellung eines Solaratlas für den Landkreis Heilbronn  

Die Energieagentur und der Landkreis Ravensburg veröffentlichten Ende 2019 einen frei zugänglichen, kostenlosen Solaratlas. Er beinhaltet wichtig Informationen zum Solarpotential aller Häuser im Landkreis (Motto: „Auch Ihr Dach kann mehr!“).

Interessierte können durch einen „Klick“ auf Ihre Dachfläche erfahren, wieviel Energie Sie durch eine Photovoltaikanlage gewinnen könnten, was eine Anlage kosten würde und wie hoch die Wirtschaftlichkeit wäre.

Fazit: 142 700 Dächer sind für Solaranlagen geeignet. Mit der Belegung könnten 90% des gesamten Stromverbrauchs des Landkreises regenerativ erzeugt werden! www.ea-rv.de/solaratlas

Wir beantragen die Erstellung eines entsprechenden Solaratlas für den Landkreis Heilbronn.

2. Müll vermeiden:
Pilotbetrieb mit elektronischer Biomüllkontrolle

In der Biotonne landet noch zu viel Restmüll und sonstige Wertstoffe. Das ist nicht nur eine Energie- und Rohstoffverschwendung, diese Fehlwürfe sorgen u. a. für Mikroplastik im Kompost, das sich dann wieder im Boden und auf den Feldern anreichert. 

Inzwischen gibt es eine erprobte automatische Fremdstoff-Detektion am Sammelfahrzeug von einer Firma aus Tübingen (Maier & Fabris GmbH). Das System wird bereits in knapp einem Duzend  Landkreisen in Baden-Württemberg eingesetzt und sorgt dort für eine erhöhte Trenndisziplin der Bürger.

Durch die bessere Biomüllqualität können die Mehrkosten durch geringere Annahme-Preise der Biomüllverwerter bei weitem kompensiert werden (laut homepage der Maier & Fabris GmbH).

Wir beantragen deshalb einen mindestens einjährigen Probebetrieb an möglichst 2 bis 3 Müllfahrzeugen. Der Probetrieb sollte mit einer verstärken Öffentlichkeitsarbeit verbunden werden: Motto: „Verschmutzter Biomüll bleibt stehen!“

 

3. Nachhaltiger Verkehr:
Probetrieb für einen mit Wasserstoff angetriebenen Linien-Bus

In der Rhein-Neckar-Region sollen 40 mit Wasserstoff angetriebene Brennstoffzellenbusse in Heidelberg und Mannheim angeschafft werden. (mit 20 Millionen Euro Förderung der Landesregierung.)

Wir beantragen, dass mindestens ein Wasserstoffbus im Probetrieb im Kreis Heilbronn eingesetzt wird, um hier Erfahrungen zu gewinnen.

Herr Landrat Piepenburg sollte einen entsprechenden Antrag beim HNV einbringen.