Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Leserbrief zu: "Motorheulen und 600 PS – Polizei kontrolliert auffällige Fahrzeuge – Lärm meist zulässig“ - KST vom 26.07.2021

Extrem laute PKW oder Motorräder, die nicht nur die Anwohner von stark befahrenen Straßen tyrannisieren.
Dabei haben die Fahrzeuge oftmals eine legale Zulassung als Lärmschleuder.
Bei der Zulassung wird z. B. nur bei langsamer Fahrt gemessen. Beim Beschleunigen oder ab einer bestimmten Geschwindigkeit geht eine Abgasklappe auf und das Fahrzeug wird zur Lärmschleuder.
Das erinnert an den Diesel-Abgasskandal. Auch hier wurden die Schadstoffgrenzwerte nur in einem engen Betriebsbereich eingehalten. Wurde dieser  verlassen, wurde das Fahrzeug zur Dreckschleuder.
Warum reagiert(e) hier der Gesetzgeber nicht?
Liegt es an der Lobbyarbeit der  Autoindustrie?
Beispiel gefällig:
Bei Verkehrsminister Andreas Scheuer durfte seit 2018 die Autoindustrie 80 Mal direkt vorsprechen. Die größten Umweltverbände  kamen zusammen auf ein einziges Gespräch.
Lobbyinteressen zählen hier mehr als das Gemeinwohl, sprich die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, denn Lärm macht krank.

Klaus Ries-Müller, Bad Rappenau

Zurück