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Anmerkungen Kreistag am 7. Dez. 2009, in Offenau

Zu Pkt. 1: Kreishaushalt 2010
siehe Haushaltsrede

Zu Pkt. 2. - 6: Abfallwirtschaft
Umweltministerin Tanja Gönner hatte kürzlich die Abfallbilanz von Baden-Württemberg für 2008 vorgestellt. Seit der 1. Erhebung der Daten 1989 vor 20 Jahren habe sich die Abfallmenge halbiert.

Mit rund 65 Prozent werde ein Großteil der im Land entstehenden Abfälle einer Wiedernutzung zugeführt. Der Landkreis Heilbronn liegt hier mit 61% Recycling-Rate sogar noch darunter.

Das zeigt natürlich auch, dass hier noch ein enormes Potential besteht.

Wie können wir dieses Potential von rund 40% noch verwertbarem Müll steigern?

Für uns von der ÖDP ist wichtig, dass diejenigen die Ihren Müll recyclen belohnt, die anderen bestraft werden.

Wir wäre es wenn der Abfallwirtschaftsbetrieb jetzt zu Weihnachten ein paar „Nikoläuse" anheuert, die auf den Recyclinghöfen müllvermeidende Geschenke verteilen. Gut geeignet wäre dafür zum Beispiel eine wieder verwendbare Brotdose bzw. Vesperdose.

Diejenigen, deren Biomüll Restmüll enthält oder deren Restmüll viel Papier oder andere Wertstoffe enthält, sollten von unserem Müllsheriff eine rote Karte erhalten. Dazu sind allerdings auch regelmäßige Kontrollen vom mehreren Müllsheriffs notwendig.

Auch eine vermehrte Öffentlichkeitsarbeit trägt zur Müllvermeidung bei:

Als vorbildlich betrachten wir eine Aktion in Kindergärten:

Spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger sollen Kindergartenkinder die Regeln zur Abfallvermeidung lernen. Das ist Ziel eines neuen Theaterprojekts des Abfallwirtschaftsbetriebs. 109 Kindergärten im Landkreis Heilbronn machen mit. Dafür von der ÖDP ein dickes Lob und weiter so!

Aktuell und für die nächsten Jahre wird unser Biomüll in den bestehenden Anlage in Landkreis kompostiert. Das ist gut so! Wir fragen uns aber, ob langfristig nicht eine Vergärung in einer Biogasanlage sinnvoller wäre.

Dies hätte den Vorteil, dass damit gleich Strom in einem BHKW (Blockheizkraftwerk) erzeugt werden kann. Bei rund 30 000 Tonnen Biomüll dürfte hier einiges zusammenkommen.

Wir bitten zu prüfen, ob eine Biogasanlage ökonomisch und ökologisch Vorteile bietet. Falls ja, könnten wir uns auch mit anderen Kreisen oder der Stadt Heilbronn zusammen tun.

Noch eine Idee zur Müllvermeidung, die sich aktuell anbietet: In Nürnberg gibt es nach Weihnachten immer einen "Markt der langen Gesichter". Dabei werden phantasielose Geschenke versteigert. Mit dieser alljährlichen Weihnachtsaktion will die Abfallberatung der Stadt mehr Bewusstsein für sinnvolle Geschenke wecken und natürlich Müll vermeiden.

Wir werden den, die Abfallwirtschaft betreffenden Punkten 2 bis 6 zustimmen!

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Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp)

Kreisrat Klaus Ries-Müller,                                                               
Asternweg 1, 74906 Bad Rappenau, Fon 07264/205662

Kreisrat Horst Freiherr von Gemmingen-Guttenberg,
Dammhof 7, 75031 Eppingen, Fon 07262/7755

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