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Zu „Kraichgau pur“: „Kreisverkehr“ und „ÖPNV“: KST 24.04.2010
Ulrike Plapp-Schirmer erinnert kurz vor Fertigstellung des vierten Kreisels am Wasserschloss an den Verkehrsplaner Professor Karl-Heinz Schächterle, der dieses Verkehrskonzept vor über 15 Jahren entworfen hatte.
Unstrittig haben die Kreisel den Verkehrsfluss in der Kurstadt verbessert.
Die Kreisel sind allerdings nur der Einstieg in das Verkehrskonzept. Als nächsten Schritt plante Professor Schächterle die Stilllegung der gut ausgebauten Wimpfener Strasse und einen Einbahnring über die vier Kreisel um die Innenstadt. Diese Pläne sind bisher – zum Glück – noch nicht umgesetzt.
Anwohner der Heinsheimer Strasse oder der Salinenstrasse müssten dann bei jeder Fahrt nach Bad Wimpfen zwei Kilometer Umweg in Kauf nehmen: Am Wasserschloss und Handelshof vorbei, dann über die Südtangente nach Bad Wimpfen.
Weiterhin empfahl Professor Schächterle eine Tieferlegung der Strasse Hinter-dem-Schloss unter die Bahnlinie. Da die Bahnhofsstrasse dann in der Luft hängt, sollte diese in den Schlosspark verlegt werden, was zu einer entsprechenden Verkleinerung des Schlossparks führen würde.
Es bleibt zu hoffen, dass diese Vorschläge von Professor Schächterle nicht mehr umgesetzt werden. Vielleicht tragen die leeren Kassen dazu bei!
Das größte Defizit des damaligen Verkehrskonzeptes war allerdings, dass der Fahrrad- oder Fußgängerverkehr (Anteil rund 40%) und der (Stadt-) Bahnverkehr einfach vergessen wurde.
Der Hinweis von Ulrike Plapp-Schirmer auf den langjährigen ADAC-Vorsitz von Professor Schächterle, der sich in anderen Städten für eine Abschaffung der Stadtbahnen stark gemacht hat, dürfte dies im Nachhinein erklären.
Leider haben wir in Bad Rappenau dadurch viel Zeit verloren.
Zumindest wurde jetzt ein Fahrradkonzeptes in Auftrag gegeben.
Gemeinderat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP);
Klaus Ries-Müller, Bad Rappenau