Kreisverband Heilbronn

Leserbrief zum privaten Atomausstieg, KST 25.3.2010

Bezug: „Zu schwacher Protest“ – von Reto Bosch, KST 25.3.2010:

Reto Bosch zeigte sich enttäuscht über die nur einige Tausend Atomkraftgegner, die gegen eine Laufzeitverlängerung des Altreaktors GKN1 in Neckarwestheim demonstrierten.

Wo doch bei Umfragen sich immer eine deutliche Mehrheit gegen Atomkraft ausspricht.

Wird dieser Protest die Kraftwerksbetreiber zum Umdenken bewegen? Wohl eher nicht. Dafür werden mit dem längst abgeschriebenen Altreaktor bei einer Verlängerung zu viele Millionen Euro verdient.

Doch was würde passieren, wenn alle, die gegen Atomkraft sind, ab sofort ihren Atomstrom kündigen.

Dann wäre es aus mit den hohen Gewinnen. Die Atomkraftwerke würden zwangsläufig abgeschaltet.

Jeder Stromverbraucher kann selbst entscheiden: Atomstrom oder Ökostrom aus erneuerbaren Quellen.

Wichtig dabei ist, dass er sich um „richtigen“ Ökostrom mit Neuanlagequote handelt.

Also Ökostrom, bei dem sich die Stromerzeuger verpflichten, mit den (Mehr-) Einnahmen Kraftwerke mit regenerativer Stromerzeugung zu bauen.

Im Durchschnitt kostet dieser Ökostrom fünf bis zehn Prozent mehr als normaler Strom.

Ein genauer Vergleich ist heute per Internet einfach möglich - zum Beispiel unter www.verivox.de.

Der eigene Atomausstieg ist damit einfach und sofort durchführbar!

Kreisrat  der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP);

Klaus Ries-Müller, Bad Rappenau