Kreisverband Heilbronn

Leserbrief zur Verschiebung der Stadtbahn Nord, 23.08.2009:

Leserbrief zur von Oberbürgermeister Himmelsbach vorgeschlagenen Verschiebung der Stadtbahn Nord, 23.08.09:

1991 - also vor 18 Jahren - wurde das Stadtbahnkonzept dem Heilbronner Kreistag und Stadtrat vorgestellt. Es  dauerte 8 Jahre bis die Stadtbahn in der Heilbronner Innenstadt ankam (1999) und noch mal über 5 Jahre bis sie nach Öhringen weiter fuhr (2004).

Mehr als 20 Jahre später, 2012, sollte der Nordast in Richtung Neckarsulm und Bad Rappenau fertig sein.

Dieses Schneckentempo bei der Einführung der Stadtbahn ist kein Schicksal, sondern eine Folge der Prioritätensetzung in den  politischen Gremien - wie Heilbronner Kreistag oder Stadtrat.

Während die großen Parteien "nach außen" die Wahlprospekte gerne mit der Stadtbahn schmückten, wurden für eine zügige Umsetzung keine Mittel bereit gestellt.

Dazu passt die aktuell diskutierte Verschiebung um weitere 2 Jahre.

Aufgrund der Krise werden aktuell  milliardenschwere  Konjunkturprogramme verteilt.

Gerade jetzt müssten die politisch Verantwortlichen der Region lautstark in Stuttgart anklopfen und diese Mittel für einen zügigen, vorgezogenen Ausbau der Stadtbahn abgreifen.

Bei einer Verschiebung besteht die Gefahr, dass wegen  Stuttgart 21 und der Untertunnelung der Stadtbahn in Karlsruhe die Fördermittel ausgehen und so der weitere Stadtbahn-Ausbau ganz zum Erliegen kommt.

Ein attraktiver Nahverkehr ist ein Standortvorteil und damit auch Wirtschaftsförderung - also eine sinnvolle Investition in die Zukunft der Region Heilbronn.

Kreisrat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP); Klaus Ries-Müller, Bad Rappenau