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Leserbrief zur Eröffnung der Freibadsaison in Bad Rappenau:
Groß waren die Hoffnungen auf die privaten Betreiber der Rappenauer Bäder- und Saunalandschaft. Viel wurde versprochen: Durch neue, attraktive Ideen und besonders mehr Kundenorientierung sollten die Bäder wirtschaftlicher betrieben werden.
Einige der neuen Ideen für das Freibad waren dann allerdings ein Schlag ins Wasser: Durch die unkoordinierte Einschränkung der Freibadöffnungszeiten oder die Schließung des unteren Freibadeingangs für Dauerkartenbesitzer wurde viel Kredit bei den Besuchern verspielt.
Dabei wurde keine der Maßnahmen im Gemeinderat vorab auch nur erwähnt.
Jetzt ein Jahr später werden diese "neuen Ideen" zum Glück wieder rückgängig gemacht.
Wer nun denkt, dass der private Betreiber oder die Stadtverwaltung aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, der sah sich nun enttäuscht. Zur Saison 2009 gibt es wieder eine Überraschung:
Den Familien wird eine Preiserhöhung bei den Dauerkarten von 27 Prozent zugemutet (von 75 auf 95 Euro). Damit zahlen Familien fast das doppelte wie in Bad Wimpfen, Gemmingen oder Sinsheim (50 - 60 Euro). Jugendliche und Schüler zahlen zukünftig 12 Prozent mehr (36 statt 32.- Euro).
Wer nun denkt, dass nun Familien und Schüler mit dieser Erhöhung den Finger-Scanner am unteren Eingang oder die durchgehenden Öffnungszeiten finanzieren, der liegt allerdings falsch.
Der Finger-Scanner für 12000.- Euro oder die angeblich notwendigen 35000.- Euro für die durchgehende Öffnung des Bades kommen aus dem städtischen Haushalt.
Über diese Gelder durfte der Gemeinderat dann wieder entscheiden.
Gemeinderat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP);
Klaus Ries-Müller, Bad Rappenau