Leserbrief zu: „Tagesmütter warten auf ihr Geld", KST, 19.09.2018

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen monatelang für ihre Arbeit kein Geld.  Bei Tagesmüttern ist dies keine Ausnahme.
Zu alle dem ist die Bezahlung mit 4,50 Euro pro Kind und Stunde geradezu ärmlich.
Kein Wunder, dass viele Tagesmütter wieder abspringen.
Wenn dann die Kinder in öffentliche Einrichtungen gehen, wird es für die Gemeinden deutlich teuer:
Ein Platz in einer Kindertagesstätte kostet über 2000.- Euro pro Monat, bei Tageseltern unter 700 Euro pro Monat.
Paradoxerweise ist für die Eltern eine Tagesmutter meist deutlich teurer als ein KiTa-Platz.
Diese Unterschiede liegen an der  unterschiedlichen Förderung: Während das Land und die  Gemeinden Millionen für öffentliche Einrichtungen investieren, fallen für die Tagesmütter nur „Brotkrümel“ ab.
Logisch ist das nicht, würden doch  mehr Tageseltern die kommunalen Kassen deutlich entlasten.
Auch sind Tagesmütter beliebt, da sie  flexibel auf die Wünsche der Eltern eingehen können.
Zu alle dem ist ihr Betreuungsschlüssel - gerade bei Kindern unter 3 Jahren - oft deutlich besser (2 zu 1 oder 3 zu 1) als bei einer  öffentlichen KiTa (5 zu 1 (!)).
Schon lange überfällig ist deshalb die gleichberechtigte Förderung beider Betreuungsformen, um so den Eltern eine echte Wahlfreiheit zu ermöglichen.

Klaus Ries-Müller, Bad Rappenau


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